Freitag, 9. Dezember 2016

Landschulheim Schloss Heessen

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Vom Gipfel zum Meer

Wechselhafte Landschaften im Großformat
Schüler des Landschulheims Schloss Heessen gestalten Bild für Seniorenheim

Es gibt Menschen, die brauchen mindestens 800 Höhenmeter unter den Füßen, um sich so richtig wohl zu fühlen. Andere hingegen lieben den freien Blick über das Meer oder sind fasziniert von der heißen Ödnis der Wüste. All diese Vorlieben unter einen Hut zu bekommen und daraus sogar noch ein harmonisches Bild zu komponieren, ist keine einfache Aufgabe. Doch die Schüler des Grundkurses Kunst im Landschulheim Schloss Heessen nahmen diesen anspruchsvollen Auftrag des Seniorenheims St. Stephanus an. Gestern überreichten die 17 Künstler nach einer viermonatigen Schaffensperiode das fertige Werk der Heimleitung.
4,20 Meter lang und 60 Zentimeter hoch ist das Acrylgemälde, das künftig im Speisesaal hängen soll. „Die Schüler haben sich den Raum vorher angesehen und mit den Bewohnern gesprochen“, erzählt Kunstlehrer Carsten Spiegelberg.
Aus deren Wünschen entwickelten die Zwölftklässler zunächst einen Entwurf, den sie wiederum ihren Auftraggebern vorstellten. „Das ist Wichtige an diesen Projekten: Die Schüler verlassen die Schule, gehen hinaus in den öffentlichen Raum, müssen die Verantwortung für den Auftrag übernehmen und auch Kritik aushalten. Wie im wirklichen Leben“, so Spiegelberg, der bereits sechs Projekte des Landschulheims mit dem Seniorenzentrum begleitete. Viel „Gemeckere“ gab es aber nicht. „Der erste Entwurf wurde – mit einigen kleineren Änderungen – sofort angenommen“, berichtet der Leiter des Seniorenheims Paul Gosing. Nach diesem positiven Bescheid gingen die Gymnasiasten in die zweite, entscheidende Phase: Auf zwei 2,10 Meter langen Leinwänden ließen sie mit leuchtenden Farben das Gesamtkunstwerk entstehen. Dabei beginnt das großformatige Bild links oben mit einer alpinen Idylle, fällt dann in der Mitte zum Meer hin ab, um schließlich rechts oben mit einem kargen Gebirgszug hinter einer Wüstenlandschaft zu enden.

Kniffelige Arbeitsteilung

Besonders kniffelig war dabei die Arbeitseinteilung. Immerhin wollten sich alle 17 Schüler daran beteiligen, ohne einander in die Quere zu kommen. Dem Gemälde selbst sollte man auf der anderen Seite natürlich nicht ansehen, dass hier verschiedene Pinsel am Werk waren. Und dies ist tatsächlich gelungen, wie Paul Gosing und seine Kollegin Margareta Härtl feststellen.
Nachdem die Künstler zum Schluss auch noch eine weitere Hürde nahmen, nämlich den Transport des sperrigen Werkes in zwei Teilen, soll die Landschaft in den kommenden Tagen an seinen vorgesehenen Platz gehängt werden. Eine neue Arbeit hat das Seniorenheim der Schule inzwischen bereits in Aussicht gestellt. „Einige Schüler sind dabei, weitere Aufträge zu inspizieren“, verrät Carsten Spiegelberg.

(Sabine Flanse, Westfälischer Anzeiger, 08.05.2009)


Beteiligte Schülerinnen und Schüler:

Arvid Altmann, Anna Blanke, Lana Calovini, Antonia Degen, Alice Horstmann, Tobias Kiss, Nina Lehmann, Sarah Maaß, Fabian Micke, Linda Nitzlaff, Mareike Schäfer, Julian Schiffer, Benedikt Vorwerk, Franziska Wallmüller, Hannah Wessels, Hanno Wilmer und Milan Wolfs.

Christina Jacobs
Benedikt Pauli
Eric Kerstan
Johanna Jäckel
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