Mittwoch, 24. August 2016

Landschulheim Schloss Heessen

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Eine echte Bereicherung

Acht Abiturienten des Gymnasiums Landschulheim Schloss Heessen stellen Projektarbeiten im Leistungskurs Kunst für die Palliativstation zur Verfügung

„Bilder sind wunderbar, Bilder sind erlebbar, Bilder für die Palliativstation“. Mit diesen Worten begrüßte Carsten Spiegelberg, Kunstlehrer am Schloss Heessen, die rund 60 Gäste im Malteser-Krankenhaus St. Josef. Palliativarbeit will schwerkranken und sterbenden Menschen beistehen. Daran haben jetzt auch 20 Originalbilder Anteil. Die Kunstwerke der acht Abiturienten des Gymnasiums Landschulheim Schloss Heessen sind als Projektarbeiten im Leistungskurs Kunst entstanden und wurden gestern Vormittag offiziell übergeben.
Begeistert von der Initiative zeigten sich Klinikdirektorin Christiane Niehues und Nicola Fischer-Orr, Oberärztin auf der Palliativstation. „Die Arbeiten der Schüler und Schülerinnen sind für uns eine echte Bereicherung. Es sind Sinnbilder für die Situation, in denen unsere Patienten, Freunde und wir selbst uns hier befinden, und als solche schon jetzt nicht mehr wegzudenken.“
Entwürfe aus Papier wurden den Ärzten und Pflegekräften in der Adventzeit vorgestellt, so dass jeder sich einen ersten Überblick verschaffen und Verbesserungsvorschläge geben konnte. „Die Schülerinnen und Schüler haben bei der Gestaltung ihrer Bilder nichts dem Zufall überlassen“, so Spiegelberg, der schon zum zweiten Mal eine Ausstellung im Malteserkrankenhaus betreut. 2004 wurden Bilder seiner Schüler in den Kreißsälen gezeigt. „Dieses Mal dreht es sich um den anderen Pol des Lebens.“

Kraft geben, wenn keine Hoffnung mehr besteht

Ein zentrales Wort dieser Ausstellung ist „Kraft“, die benötigt wird, um sich den Menschen zu öffnen und es auszuhalten, wenn keine Hoffnung mehr besteht. „Vielleicht können auch die Bilder etwas von dieser Kraft spenden“, hofft Spiegelberg.
Während der Ausstellungseröffnung hatten alle Besucher die Möglichkeit, mit den Künstlern über ihre Bilder zu sprechen, von denen viele die verschiedensten Interpretationen zulassen. „Mein Bild trägt den Namen ‚Farben der Erinnerung’, da es zum Überlegen anregt und positive Erlebnisse noch einmal hochkommen lässt. Ein älterer Mann fühlte sich gerade an die Karibik erinnert“, berichtet Sarah Kleuser. „Es sind Bilder, vor denen man einfach mal kurz stehen bleiben und nach Luft schnappen kann“, meint Christiane Niehues.
(Westfälischer Anzeiger, 16.03.2009)

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