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Erfahrungsbericht 

Im Sommer 2004 stellte ich mir die Frage, was ich nach meiner Realschulzeit machen möchte. Ich habe lange hin und her überlegt und mir über verschiedene Berufe Gedanken gemacht.


Eines wusste ich, und zwar dass ich nicht in einem Büro arbeiten wollte, weil ich dort schon mein Schülerpraktikum gemacht hatte und die Bürotätigkeit mir nicht gefallen hat.
Da kam mir die Idee, ich könnte mich mal über den Beruf als "Schwimmmeisterin" informieren. Ich suchte mir im Internet Voraussetzungen und Informationen für den Beruf "Fachangestellter für Bäderbetriebe" heraus.

Das Aufgabenfeld hat mir auf Anhieb gut gefallen. Daraufhin habe ich ein einwöchiges Praktikum im Oelder Freibad absolviert.
Bei dem Praktikum habe ich die vielfältigen Aufgaben, die in einem Hallen- oder Freibad anfallen, kennen gelernt und ich wusste, dass ich eine Ausbildung in diesem Beruf absolvieren möchte.
 
Ich habe mich dann bei allen Bädern im Umkreis beworben. In Oelde hatte ich Glück und wurde zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Ich war sehr aufgeregt, denn es war mein erstes Gespräch und ich wusste auch nicht so recht, was dort auf mich zukommen würde. Als ich in den Raum kam, saßen fünf Personen vor mir. Das machte mich noch nervöser. Doch als wir ins Gespräch kamen, legte sich meine Aufregung ganz schnell. Es waren alle sehr nett und freundlich zu mir.
 
Einen Tag später bekam ich einen Anruf von dem Personalleiter mit der Nachricht, dass ich den Ausbildungsplatz bekommen würde. Ich habe mich riesig gefreut. Am 01.08.2005 ging es dann los.
 
Am ersten Tag wurde mir erst mal alles ausführlich erklärt und wir haben einen Rundgang gemacht. Die ersten Wochen gingen wie im Flug vorbei und dann kam auch schon der erste Schultag. Ich musste nach Bielefeld zum “Carl-Severing Berufskolleg”. Ich wusste erst gar nicht genau, wo ich dort hin musste, habe es aber trotzdem gut gefunden. Die Lehrer waren sehr nett und es war zum Teil auch sehr erstaunlich, woher die ganzen anderen Auszubildenden kamen. Da wir eine Berufsfachklasse sind, kamen meine Mitschüler u. a. aus Lemgo, Herford, Kirchlengern, Beckum, Schloßholte-Stuckenbrock.
Am ersten Schultag bekamen wir auch unseren Stundenplan. Wir hatten im wöchentlichen Wechsel mal einen und mal zwei Schultage mit jeweils acht Stunden. Auf dem Stundenplan standen allgemeinbildende Fächer wie Mathe, Deutsch, Religion und Politik aber auch berufsbezogene Fächer wie Bädertechnik, Gesundheitslehre und Bäderorganisation.
Dort wurde uns die Theorie vermittelt, die wir dann in der Praxis anwenden konnten.
 
Am Anfang meiner Ausbildung habe ich einen betrieblichen Ausbildungsplan erhalten. Das heißt, ich wusste immer, wann ich wo eingesetzt wurde. Während der Sommersaison waren alle Mitarbeiter/innen im Freibad tätig. Hier mussten wir die Badegäste beaufsichtigen, Wassergymnastikkurse geben und die bädertechnischen Anlagen warten. Im Winter kamen im Hallenbad noch diverse Schwimmkurse, das Babyschwimmen und die Kinderanimation hinzu. Im Frühjahr und im Herbst bestand meine Hauptaufgabe darin, das Bad für die kommende Saison vorzubereiten und das jeweils andere Bad stillzulegen.
 
Im ersten halben Jahr war die Arbeit noch etwas ungewohnt. Es war schon eine Umstellung nicht mehr den ganzen Morgen in der Schule zu sitzen, sondern den ganzen Tag auf den Beinen zu sein. Doch nach einem halben Jahr hatte ich mich an die Arbeit gewöhnt und es machte mir nichts mehr aus.
Nach 1½ Jahren kam die Zwischenprüfung. Hierbei wurde geprüft, was wir in der Zeit seit Beginn unserer Ausbildung gelernt hatten. Nachdem wir diese hinter uns gebracht hatten, ging es schon wieder an die Vorbereitung zur Abschlussprüfung, die dann am Ende der Ausbildung ansteht.
 
Während der Ausbildung lernte ich die verschiedenen Aufgabenbereiche kennen: Wasseraufbereitung, Besucherbetreuung, chemische Zusammensetzungen, Behandeln von Verletzten oder der Kurs “Animation”. Jeder Bereich ist auf seine Weise interessant.
 
Jetzt bin ich gespannt, was mich nach meiner Ausbildung erwartet, und ob sich dann viel verändern wird.